Nach einer problemlosen Vorrunde und einem fehlerfreien 2:0-Erfolg im Halbfinal gegen Österreich, sollte ein Sieg im Endspiel gegen Deutschland die Krönung bringen. Der Final begann ganz nach dem Gusto der über 1500 begeisterten Zuschauer. Bereits in der ersten Satzhälfte konnten sich die Schweizerinnen dank ihrem druckvollen Angriffspiel mühelos absetzen und siegten verdient mit 20:13. Im zweiten Satz blieb der Angriff stabil, doch ein taktischer Wechsel im Team der Deutschen verfehlte ihre Wirkung nicht und brachte in der Folge insbesondere die Schweizer Abwehr stärker unter Druck. Nach dem 16:20 musste der 3. Satz die Entscheidung bringen. Bis zum Seitenwechsel war die Partie ausgeglichen. Doch dann steigerten sich die Schweizerinnen in einen wahren Spielrausch. Sieben Punkte in Serie brachte eine komfortable 18:10 Führung ein. Doch wer jetzt geglaubt hat, dass die Partie gelaufen sei, sah sich getäuscht. Die zwei erhofften Punkte kamen nicht mehr. Fehler schlichen sich plötzlich ins Angriffspiel ein. Das Risiko wurde im Anspiel beinahe eliminiert und brachte so die Deutschen zurück in ihr Spiel. Die Folge war eine Zehnerserie auf der Seite der Deutschen Damen und somit den EM-Titel 2001. Die Schweizer waren besser, doch das glücklichere Ende behielt Deutschland in einer verrückten Partie für sich.
Vorrunde Gruppe 1: Schweiz - Tschechien 2:0 (20:8, 20:5). Italien - Tschechien 0:2 (12:20, 12:20). Schweiz - Italien 2:0 (20:6, 20:4).
Gruppe 2: Deutschland - Namibia 2:0 (20:6, 20:4). Österreich - Namibia 2:0 (20:9, 20:7). Deutschland - Österreich 2:0 (20:14, 20:17).
Halbfinalspiele: Schweiz - Österreich 2:0 (20:14, 20:17). Deutschland - Tschechien 2:0 (20:6, 20:8).
Spiel um Rang 5. Italien - Namibia 0:2 (6:20, 9:20).
Spiel um Rang 3. Österreich - Tschechien 2:0 (20:7, 20:11).
Spiel um Rang 1. Schweiz - Deutschland 1:2 (20:13, 16:20, 18:20).
Endstand: 1. Deutschland (neuer Europameister) 2. Schweiz 3. Österreich 4. Tschechien 5. Namibia 6. Italien
Daniel Frei www.sportjournalist.ch |