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football
American Football Fusion


Die Gladiators Pratteln und Basilisk Meanmachine haben sich zusammengeschlossen

Vergangene Woche haben die beiden Erfogsteams der Region die Fusion vollzogen. Das Gerücht der Fusion hat sich bereits vor zwei Jahren das erste mal verbreitet. Tatsächlich fanden schon damals Kontakte zwischen den Vorständen der Vereine statt, doch die Verhandlungen wurden bald darauf abgebrochen. Auch im letzten Jahr fanden Verhandlungen statt. Die Vorstände waren sich über den Zusammenschluss einig, doch in letzter Minute bodigten einige altgediente Basler Spieler die Fusion. Als daraufhin das Basler Team, das in seiner Vergangenheit zwei Schweizermeistertitel erreicht hat, zu verfallen begann, musste der damalige Coach die Mannschaft wegen Spielermangels abmelden. Einzig die Junioren von Meanmachine spielten in der Meisterschaft 2000.

Nach diesem Fehlschlag wurden erneut Bestrebungen um eine Fusion aufgenommen. Der Fusionspartner Gladiators Pratteln, der 1989 aus einer Splittergruppe von Meanmachine entstanden war, war lange der belächelte Rivale aus dem andern Halbkanton. Nachdem 1990 der Spielertrainer Dwaine  Wood aus Amerika zu den Gladiators stiess, ging es für die Baselbieter stetig bergauf. Nach dem Sieg in der Aufbauliga 1995, gelangen den Gladiators noch drei Meistertitel in der NLB und zweimal der Aufstieg in die NLA.  
Da mit der Fusion der American Footballsport in der Region am besten gepflegt und gefördert werden kann, waren die Gladiators sofort bereit zu fusionieren.
In wenigen gemeinsamen Sitzungen wurde von den beiden Vorständen der Weg zum Zusammenschluss geebnet. Bei der Fusionsversammlung anfangs der Woche, waren denn auch nur noch wenige kritische Stimmen zu hören. Die Verhinderer der ersten Fusionsversuche hatten das sinkende Schiff bereits Richtung Zürich und Freiburg i.Br. verlassen. Auf Basler Seite wurde dem Zusammenschluss mit 47 Ja- zu 7 Neinstimmen bei 5 Enthaltungen zugestimmt, bei Pratteln waren es sogar 62 zu 1 Jastimmen. Die Statuten des Fusionsprodukts „Gladiators, American Football Club beider Basel“ wurden in leicht abgeänderter Form von Pratteln übernommen. Der Vorstand setzt sich aus Mitgliedern beider Teams zusammen.

Die Präsidentin Bärbel Wood, Ehefrau von Headcoach Dwaine Wood, hat denn gleich die Ziele für die kommende Saison bekanntgegeben. Aufgrund des enormen Potenzials des neuen Teams und der grössten Juniorenmannschaft der Schweiz, kann das Ziel bei den Aktiven, wie auch bei den Junioren, nur der Schweizermeistertitel sein. Die knapp 100 anwesenden Spieler begrüssten dieses Ziel mit grossem Beifall.

Beim ganzen American Football Verband der Schweiz gibt es auf nächste Saison grosse Veränderungen. Fast der ganze Vorstand trat zurück und wurde durch motivierte Leute ersetzt. Darunter auch die Präsidentin der Gladiators, Bärbel Wood als Vizepräsidentin des schweiz. Verbandes. Auch vom Spielsystem her wird sich einiges ändern. Die Unterteilung in NLA und NLB entfällt und wird aller Voraussicht nach durch die Divisionen Ost, West und Nord ersetzt.

Bei diesen Divisionen ist jeweils ein NLA Team gesetzt In der Division Nord sind das die Gladiators. Der amtierende Schweizermeister Seaside Vipers, St. Gallen spielt die kommende Meisterschaft in der neu gegründeten Europaliga, einer Art Champions League und hat automatisch Anspruch auf den letzten Play-off Platz.

Bei den Gladiators haben die Vorbereitungen auf die kommende Meisterschaft bereits begonnen. Das Team trainiert jeweils am Dienstag ab 19.00 Uhr in einer Kriegackerhalle in Muttenz. Allerdings platzt die Halle bei den im Schnitt über 30 Spielern aus allen Nähten.

Glücklicherweise konnte in Kaiseraugst, wo die Gladiators einst angefangen hatten, jeweils an einzelnen Samstagen eine Dreifachturnhalle gefunden werden, um auch in Ausrüstung die Spielzüge einstudieren zu können. Trotzdem sind die Gladiators weiterhin auf der Suche nach einer Hallentrainingsanlage die gross genug ist für ihren Sport.

In diesem Jahr habe die Gladiators das Finalspiel der NLB sehr erfolgreich organisiert. Rundherum, und vor allem vom Verband, gab es nur Komplimente. Aus diesem Grund haben sich die Gladiators entschlossen sich für die Austragung des „Swiss Super Bowl 2001“ zu Bewerben. Vielleicht wird also das Rankhofstadion bereits im kommenden Jahr zur Kulisse eines grossen Footballfestes, bei dem mit etwas Glück vielleicht auch die Gladiators mit von der Partie sind.

Markus Schlageter

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