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Olympia-Medaille im Visier
Mit den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City (USA) steht für die
Freestyler eine wichtige Saison bevor. An den beiden letzten Spielen gab
es durch Sonny Schönbächler (Lillehammer 1994) und Colette Brand (Nagano
1988) einmal Gold und einmal Bronze für die Schweiz. Gesetztes Ziel ist
auch diesmal wieder eine Medaille. Nach der letzten Saison, bei welcher
sich Michèle Rohrbach in der Disziplin Springen und Corinne Bodmer in
der Disziplin Parallelbuckelpiste den Vizeweltmeistertitel in Mt.
Tremblant (CAN) geholt haben, stehen die Zeichen, neue Erfolge an einem
Grossanlass zu feiern, gut. Die Verantwortlichen von Swiss-Ski
orientierten heute in Mettmenstetten über ihre Erwartungen zur
bevorstehenden Saison.
Springen: Intensives Training
Im Wasserschanzentrainingscenter jumpin in Mettmenstetten wurde auch in
diesem Jahr unter der Leitung von Michel Roth erfolgreich und intensiv
trainiert. Dank dieser Anlage profitierten auch andere Nationen von den
Trainingsmöglichkeiten in der Schweiz und erlaubten so einen direkten
Vergleich schon während des Sommertrainings sowie anlässlich eines
internationalen Wettkampfes Mitte Juli 2001 (Freestyle World Masters).
Der erste Weltcup im Springen fand diesen Sommer wie bereits in den
vorhergehenden Jahren im September in Mt. Buller (AUS) statt. Ein
Weltcup im Sommer bedeutet für die Springer, die in dieser Zeit auf der
Wasserschanze trainieren, eine frühe Umstellung auf Schnee noch während
des Aufbautrainings für neue Sprünge, die normalerweise erst Mitte
November geschieht und den Fahrern unterschiedlich leicht fällt.
Trotz der intensiven Vorbereitung und dem Schwergewicht auf die
Olympischen Spiele in Salt Lake wird die Nachwuchsförderung nicht
vergessen. Michel Roth, zur Zeit in einer Dreifachfunktion als Chef
Freestyle, Trainer Weltcup und Europacup Springen, hat auch in diesem
Sommer mit der Juniorennationalmannschaft und begabten Neulingen auf der
Wasserschanze in Mettmenstetten trainiert.
Buckelpiste: Neuer Trainer
Mit dem Franzosen Fabien Bertrand wurde diesen Sommer ein neuer
Buckelpistentrainer mit fundierten Kenntnissen und Erfahrungen mit
ausländischen Teams angestellt. Die Technik der Athletinnen und Athleten
wurde von Grund auf neu überarbeitet. Während der Sommermonate wurde auf
dem Gletscher in Tignes (FRA) zuerst reine Skitechnik und nachfolgend
spezifisch Buckelpistenfahren trainiert.
Bei den Sprüngen ist die Schweizer Mannschaft noch nicht ganz am Niveau
der Konkurrenz angelangt. Mit weiteren Trainings in Tignes sollen aber
auch diese Mängel noch verbessert werden. Wie in der Disziplin Springen
kommt auch in der Disziplin Buckelpiste die Nachwuchsarbeit nicht zu
kurz.
Mehrere Medaillenanwärter
Im Springen verfügt Swiss-Ski über zwei Trümpfe für die Olympischen
Spiele. Mit ihrem Weltcupsieg auf der Olympiaanlage in der vergangenen
Saison hat Evelyne Leu ihre Ambitionen klar aufgezeigt. Mit Michèle
Rohrbach ist an Grossanlässen immer zu rechnen. Dies beweisen ihre
Vizeweltmeistertitel der Jahre 1997 und 2001. Als weitere Kandidaten für
Salt Lake City gelten Manuela Müller, Martin Walti und Christian
Kaufmann.
Ambitionen auf Olympisches Edelmetall auf der Buckelpiste hat Corinne
Bodmer. Sie gilt als wettkampferfahren und hat an den
Weltmeisterschaften 1999 (Bronze) und 2001 (Silber) zwei Medaillen
gewonnen. Mit einer Finalqualifikation in Salt Lake City rechnen
Nathalie Schmid, Christian Stohr und Marco Hofstetter.
Swiss-Ski
Iris Garbade,
Kommunikation Freestyle |
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