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karting
  Eröffnungsrennen, Wohlen, Ostermontag, 1.4.2002

Am gestrigen Ostermontag wurde die Kart-Saison 2002 mit dem Eröffnungsrennen der Kategorien ICA, A-150, Formula A und Junior in Wohlen eingeläutet. Die Kategorien Mini und Super Mini bestritten bereits ihre ersten Schweizermeisterschaftsläufe. Petrus war den Pilotinnen und Piloten, im Gegensatz zum Vorjahr, wieder einmal sehr gut gesinnt und bescherte ihnen und dem zahlreich erschienenen Publikum einen herrlichen Frühlingstag mit idealen Rennverhältnissen.

Geplant waren jeweils 2 Vorläufe à 17 Runden (Mini 10 Runden) und der Final à 25 Runden (Mini 14 Runden). Aufgrund der bescheidenen Anzahl von 6 Piloten in der Kategorie Super Mini entschieden die Kommissare, diese mit der Kategorie Mini fahren zu lassen. Ebenfalls bescheiden war das Teilnehmerfeld der Kategorie Formula A, in der ganze fünf Piloten den Weg nach Wohlen gefunden hatten. Da das Feld der Kategorie ICA die Limite der gemäss Homologation zugelassenen Anzahl von 28 Piloten voll ausschöpfte (ansonsten müssen die Vorläufe in Gruppen gefahren werden und nur die 28 Schnellsten qualifizieren sich für den Pré-Final / Final), entschieden sich die Kommissare, die Kategorie Formula A mit der Kategorie A-150 fahren zu lassen.

Im Rahmen der Schweizermeisterschaft organisiert die Kart-Renngemeinschaft Zürich (KRGZ) drei Renntage in Wohlen und einen in Biesheim (F). Als Novum führt die KRGZ dieses Jahr die „Swiss Kart Open 2002“ für die Kategorien ICA, A-150, Formula A und Junior ein. Die Resultate werden zusätzlich gewertet und die Besten dieser vier Kategorien, die alle vier Rennen bestreiten, werden speziell prämiert. Dies gilt auch für das Eröffnungsrennen, welches nicht für die Schweizermeister-schaft gewertet wird.

Kategorie Mini und Super Mini

Im 1. Vorlauf konnte sich Andrina Gugger beim Start am Besten durchsetzen und die Führung übernehmen. Dahinter reihte sich Kevin Lee Anliker mit einem super Start ein vor Jo Dennis Bärtschi und Oscar de Guili, welcher aber in der dritten Runde hinter Nico Gavoldi, Matthias Meier und den vor stürmenden Gianluca Soldati zurückfiel. Gianluca machte Runde für Runde Plätze gut und in der neunten Runde konnte er sogar für kurze Zeit an der Spitze fahren, wurde dann aber von Andrina wieder auf den Ehrenplatz verwiesen. Dritter wurde Kevin Lee Anliker vor Jo Dennis Bärtschi und Nico Gavoldi. Kevin Gyr wurde nachträglich wegen Untergewichts disqualifiziert.

Den 2. Vorlauf begann Andrina Gugger ähnlich souverän und musste sich am Schluss nur von Nico Gavoldi geschlagen geben. Dritter wurde wieder Kevin Lee Anliker, der das Führungstrio komplett machte. Etwas abgeschlagen konnte sich Gianluca Hossmann, der Schnellste des Zeitfahrens, dahinter plazieren. Kevin Gyr zeigte einmal mehr seinen Kampfgeist und beendete das Rennen als Fünfter vor Jo Dennis Bärtschi und Gianluca Soldati.

Im Final konnte sich vorerst Nico Gavoldi gegen Andrina Gugger durchsetzen, doch schon in der zweiten Runde setzte sich Gianluca Hossmann gegen die Beiden durch und liess sich den Sieg nicht mehr nehmen. Auch Kevin Gyr und Gianluca Soldati schoben sich noch vor die Beiden und Stefano Comini verdrängte Andrina noch auf den sechsten Schlussrang.

In der Kategorie Mini konnte Nico Gavoldi mit der maximalen Punktzahl die Führung vor Alex Fontana, Oscar de Giuli und Pascal Eberle übernehmen. In der Kategorie Super Mini übernimmt Gianluca Hossmann die Führung vor Andrina Gugger und den Punktgleichen Kevin Gyr und Gianluca Soldati.

Kategorie ICA

In dieser Kategorie meldete sich Ken Allemann, der Schweizermeister von 1999, nach einem Jahr Formula A und einem Jahr Kart-Absenz wieder zurück und stellte seine Klasse ganz klar unter Beweis. Auffällig war dabei der Wechsel von Swiss Hutless zum CRG-Team. Auch Natacha Gachnang und Andreas Brändli fahren diese Saison mit CRG-Material.

Ken, der Schnellste des Zeitfahrens, liess der Konkurrenz im 1. Vorlauf keine Chance und gewann überlegen mit einem Start-Ziel-Sieg. Dahinter kämpfte sich Natacha Gachnang nach einem nicht optimalen Start auf die zweite Position vor, fiel aber in der elften Runde mit einem Kolbenklemmer aus. Den zweiten Rang holte sich Marc Grabher, der von der Formula A den Wechsel zurück machte, vor Adrian Zaugg und Daniel Bachmann.

Auch den 2. Vorlauf entschied Ken souverän für sich und dahinter lieferten sich Marc und Adrian einen tollen Zweikampf, den Marc am Schluss für sich entscheiden konnte. Den dritten Platz schnappte sich Natacha mit einem spektakulären Überholmanöver in der letzten Kurve vor dem Ziel und verwies Adrian Zaugg und Roman Hofstätter auf die weiteren Plätze.

Im Final fiel Natacha in aussichtsreicher Position bereits in der 2. Runde aus. An der Spitze liess Ken Allemann wieder nichts anbrennen und dahinter bekämpften sich Marc Grabher und Adrian Zaugg bis zur 22. Runde, dann konnte sich Marc etwas Luft verschaffen. Hinter dem Siegertrio kämpfte sich Roman Hofstätter an Daniel Bachmann und Patrick Keller vorbei. Mit dem siebten Platz meldete sich der Schaffhauser Stefan Meier, dessen Karriere nach einem Unfall letztes Jahr vorzeitig beendet schien, zurück und zeigte auch in den Vorläufen eine konstante Leistung.

Kategorie A-150 und Formula A

In diesem gemischten Feld, welches sich dann doch nicht als gemischt erwies, lagen die Formula A Piloten nach dem Zeitfahren alle vorne und bildeten ein eigenes Grüppchen an der Spitze des Feldes. Die Piloten der Kategorie A-150 liessen dann auch bewusst einen kleinen Abstand, welches vom Rennleiter zuerst nicht als solches erkannt wurde und er dadurch die Piloten der Formula A ermahnte, keinen Frühstart zu provozieren. Roger Bättig hatte in der Einführungsrunde Probleme und startete dann von hinten. Den 1. Vorlauf aus Sicht Formula A gewann Hans Remschnig vor seinem Konkurrenten Pascal Posch, beide wechselten aus der Kategorie ICA. Dritter wurde Michael Grabher und Vierter etwas abgeschlagen Adrian Böhlen. Roger Bättig konnte sich noch auf den sechsten Rang vorkämpfen. Dazwischen konnte sich Reto Carigiet als Schnellster der Kategorie A-150 behaupten. Zweiter wurde Biagio Mancina vor dem amtierenden Schweizermeister Carlo Schütz und Nino Betschart.

Im 2. Vorlauf setzte sich Pascal Posch an die Spitze und gab Hans Remschnig keine Gelegenheit mehr ihn zu überholen. Dahinter fuhr Michael Grabher ein einsames Rennen, denn Roger Bättig, der Vierte im Bunde hatte am Schluss über eine halbe Runde Rückstand. Adrian Böhlen fiel in der zweiten Runde bereits aus. In der Kategorie A-150 kam es bereits in der 1. Runde in der letzten Kurve vor der Start und Ziel Geraden zu einem Crash zwischen Reto Carigiet und Biagio Mancina. Profitieren konnten Nino Betschart, Pasquale Angiola und Adriano Stanco. Biagio, der nach dem Crash das Rennen wieder aufnahm erreichte noch den guten sechsten Rang. Reto, der ein wenig länger brauchte, bis er das Rennen wieder aufnehmen konnte, immerhin Zehnter.

Im Final machte Hans Remschnig Alles klar und siegte klar vor Pascal Posch. Adrian Böhlen und Roger Bättig hatten dann ihrerseits grosse Abstände auf die Spitze. Michael Grabher verlor in der ersten Runde seine Kette. In der Kategorie A-150 konnte Reto Carigiet trotz des Missgeschicks als Dritter starten und verdrängte Nino Betschart in der 4. Runde von der Spitze. Auch Biagio Mancina konnte sich im Laufe des Rennens an Nino Betschart vorbei manöverieren. Vierter wurde Carlo Schütz vor Christian Sulser und Jörg Schumacher

Kategorie Junior

Sébastien Buemi, der Schnellste des Zeitfahrens und diese Saison auch im CRG-Team startetend, gewann den 1. Vorlauf souverän vor Maic Schnüriger und Adrian Gugger. Vierter wurde Marco Blaser vor Oliver Widmer, der für seine erst zweite Saison schon recht abgebrüht fuhr. Dahinter kam es zu einem interessanten Schlagabtausch zwischen Daniel Weber und Roberto Galeazzi. Letzterer musste sich gegen Ende des Rennens geschlagen geben und wurde noch von Sandro Mazzola und Luigi Stanco auf den neunten Schlussrang verwiesen.

Im 2. Vorlauf fuhr Sébastien Buemi wieder auf und davon. Dahinter konnte sich Maic Schnüriger erfolgreich gegen Marco Blaser behaupten. Adrian Gugger und Oliver Widmer lieferten sich ein tolles Duell und am Schluss siegte die grössere Routine von Adrian Gugger. Etwas abgeschlagen wurde Luigi Stanco Sechster vor Michaela Caviezel und Sandro Mazzola. Fabio Leimer, der Schweizermeister 2001 der Kategorie Super Mini, erreichte den guten achten Platz, nachdem er im 1. Vorlauf gar nicht starten konnte.

Auch der Final wurde wieder ganz klar von Sébastien Buemi beherrscht. Zweiter wurde wieder Maic Schnüriger vor Adrian Gugger. Hinter dem Verfolgerduo plazierte sich Daniel Weber vor Sandro Mazzola und Marco Blaser.

Schlussbemerkung

Alles in Allem erlebten die anwesenden 98 Pilotinnen und Piloten einen gelungenen Auftakt in die neue Saison. Das Wetter war toll, die Organisation hervorragend, abgesehen von ein paar Wirren gleich anschliessend an die Finalläufe bei der Preisverteilung und der Ehrenrunde im „Papamobil“.

Am Samstag, den 20. April 2002 startet der Dream Kart Cup 2002 zu seinem ersten Renntag in Wohlen. Bis dahin Euer

André Denzler, 2.4.2002
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