Am gestrigen Ostermontag wurde die Kart-Saison 2002 mit dem Eröffnungsrennen
der Kategorien ICA, A-150, Formula A und Junior in Wohlen eingeläutet. Die
Kategorien Mini und Super Mini bestritten bereits ihre ersten
Schweizermeisterschaftsläufe. Petrus war den Pilotinnen und Piloten, im
Gegensatz zum Vorjahr, wieder einmal sehr gut gesinnt und bescherte ihnen
und dem zahlreich erschienenen Publikum einen herrlichen Frühlingstag mit
idealen Rennverhältnissen.Geplant waren jeweils 2
Vorläufe à 17 Runden (Mini 10 Runden) und der Final à 25 Runden (Mini 14
Runden). Aufgrund der bescheidenen Anzahl von 6 Piloten in der Kategorie
Super Mini entschieden die Kommissare, diese mit der Kategorie Mini fahren
zu lassen. Ebenfalls bescheiden war das Teilnehmerfeld der Kategorie Formula
A, in der ganze fünf Piloten den Weg nach Wohlen gefunden hatten. Da das
Feld der Kategorie ICA die Limite der gemäss Homologation zugelassenen
Anzahl von 28 Piloten voll ausschöpfte (ansonsten müssen die Vorläufe in
Gruppen gefahren werden und nur die 28 Schnellsten qualifizieren sich für
den Pré-Final / Final), entschieden sich die Kommissare, die Kategorie
Formula A mit der Kategorie A-150 fahren zu lassen. Im Rahmen der Schweizermeisterschaft organisiert die
Kart-Renngemeinschaft Zürich (KRGZ) drei Renntage in Wohlen und einen in
Biesheim (F). Als Novum führt die KRGZ dieses Jahr die „Swiss Kart Open
2002“ für die Kategorien ICA, A-150, Formula A und Junior ein. Die Resultate
werden zusätzlich gewertet und die Besten dieser vier Kategorien, die alle
vier Rennen bestreiten, werden speziell prämiert. Dies gilt auch für das
Eröffnungsrennen, welches nicht für die Schweizermeister-schaft gewertet
wird. Kategorie Mini und Super Mini Im 1. Vorlauf konnte sich Andrina Gugger beim Start am
Besten durchsetzen und die Führung übernehmen. Dahinter reihte sich Kevin
Lee Anliker mit einem super Start ein vor Jo Dennis Bärtschi und Oscar de
Guili, welcher aber in der dritten Runde hinter Nico Gavoldi, Matthias Meier
und den vor stürmenden Gianluca Soldati zurückfiel. Gianluca machte Runde
für Runde Plätze gut und in der neunten Runde konnte er sogar für kurze Zeit
an der Spitze fahren, wurde dann aber von Andrina wieder auf den Ehrenplatz
verwiesen. Dritter wurde Kevin Lee Anliker vor Jo Dennis Bärtschi und Nico
Gavoldi. Kevin Gyr wurde nachträglich wegen Untergewichts disqualifiziert. Den 2. Vorlauf begann Andrina Gugger ähnlich souverän und
musste sich am Schluss nur von Nico Gavoldi geschlagen geben. Dritter wurde
wieder Kevin Lee Anliker, der das Führungstrio komplett machte. Etwas
abgeschlagen konnte sich Gianluca Hossmann, der Schnellste des Zeitfahrens,
dahinter plazieren. Kevin Gyr zeigte einmal mehr seinen Kampfgeist und
beendete das Rennen als Fünfter vor Jo Dennis Bärtschi und Gianluca Soldati. Im Final konnte sich vorerst Nico Gavoldi gegen Andrina
Gugger durchsetzen, doch schon in der zweiten Runde setzte sich Gianluca
Hossmann gegen die Beiden durch und liess sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Auch Kevin Gyr und Gianluca Soldati schoben sich noch vor die Beiden und
Stefano Comini verdrängte Andrina noch auf den sechsten Schlussrang. In der Kategorie Mini konnte Nico Gavoldi mit der
maximalen Punktzahl die Führung vor Alex Fontana, Oscar de Giuli und Pascal
Eberle übernehmen. In der Kategorie Super Mini übernimmt Gianluca Hossmann
die Führung vor Andrina Gugger und den Punktgleichen Kevin Gyr und Gianluca
Soldati. Kategorie ICA In dieser Kategorie meldete sich Ken Allemann, der
Schweizermeister von 1999, nach einem Jahr Formula A und einem Jahr
Kart-Absenz wieder zurück und stellte seine Klasse ganz klar unter Beweis.
Auffällig war dabei der Wechsel von Swiss Hutless zum CRG-Team. Auch Natacha
Gachnang und Andreas Brändli fahren diese Saison mit CRG-Material. Ken, der Schnellste des Zeitfahrens, liess der Konkurrenz
im 1. Vorlauf keine Chance und gewann überlegen mit einem Start-Ziel-Sieg.
Dahinter kämpfte sich Natacha Gachnang nach einem nicht optimalen Start auf
die zweite Position vor, fiel aber in der elften Runde mit einem
Kolbenklemmer aus. Den zweiten Rang holte sich Marc Grabher, der von der
Formula A den Wechsel zurück machte, vor Adrian Zaugg und Daniel Bachmann. Auch den 2. Vorlauf entschied Ken souverän für sich und
dahinter lieferten sich Marc und Adrian einen tollen Zweikampf, den Marc am
Schluss für sich entscheiden konnte. Den dritten Platz schnappte sich
Natacha mit einem spektakulären Überholmanöver in der letzten Kurve vor dem
Ziel und verwies Adrian Zaugg und Roman Hofstätter auf die weiteren Plätze. Im Final fiel Natacha in aussichtsreicher Position
bereits in der 2. Runde aus. An der Spitze liess Ken Allemann wieder nichts
anbrennen und dahinter bekämpften sich Marc Grabher und Adrian Zaugg bis zur
22. Runde, dann konnte sich Marc etwas Luft verschaffen. Hinter dem
Siegertrio kämpfte sich Roman Hofstätter an Daniel Bachmann und Patrick
Keller vorbei. Mit dem siebten Platz meldete sich der Schaffhauser Stefan
Meier, dessen Karriere nach einem Unfall letztes Jahr vorzeitig beendet
schien, zurück und zeigte auch in den Vorläufen eine konstante Leistung. Kategorie A-150 und Formula A In diesem gemischten Feld, welches sich dann doch nicht
als gemischt erwies, lagen die Formula A Piloten nach dem Zeitfahren alle
vorne und bildeten ein eigenes Grüppchen an der Spitze des Feldes. Die
Piloten der Kategorie A-150 liessen dann auch bewusst einen kleinen Abstand,
welches vom Rennleiter zuerst nicht als solches erkannt wurde und er dadurch
die Piloten der Formula A ermahnte, keinen Frühstart zu provozieren. Roger
Bättig hatte in der Einführungsrunde Probleme und startete dann von hinten.
Den 1. Vorlauf aus Sicht Formula A gewann Hans Remschnig vor seinem
Konkurrenten Pascal Posch, beide wechselten aus der Kategorie ICA. Dritter
wurde Michael Grabher und Vierter etwas abgeschlagen Adrian Böhlen. Roger
Bättig konnte sich noch auf den sechsten Rang vorkämpfen. Dazwischen konnte
sich Reto Carigiet als Schnellster der Kategorie A-150 behaupten. Zweiter
wurde Biagio Mancina vor dem amtierenden Schweizermeister Carlo Schütz und
Nino Betschart. Im 2. Vorlauf setzte sich Pascal Posch an die Spitze und
gab Hans Remschnig keine Gelegenheit mehr ihn zu überholen. Dahinter fuhr
Michael Grabher ein einsames Rennen, denn Roger Bättig, der Vierte im Bunde
hatte am Schluss über eine halbe Runde Rückstand. Adrian Böhlen fiel in der
zweiten Runde bereits aus. In der Kategorie A-150 kam es bereits in der 1.
Runde in der letzten Kurve vor der Start und Ziel Geraden zu einem Crash
zwischen Reto Carigiet und Biagio Mancina. Profitieren konnten Nino
Betschart, Pasquale Angiola und Adriano Stanco. Biagio, der nach dem Crash
das Rennen wieder aufnahm erreichte noch den guten sechsten Rang. Reto, der
ein wenig länger brauchte, bis er das Rennen wieder aufnehmen konnte,
immerhin Zehnter. Im Final machte Hans Remschnig Alles klar und siegte klar
vor Pascal Posch. Adrian Böhlen und Roger Bättig hatten dann ihrerseits
grosse Abstände auf die Spitze. Michael Grabher verlor in der ersten Runde
seine Kette. In der Kategorie A-150 konnte Reto Carigiet trotz des
Missgeschicks als Dritter starten und verdrängte Nino Betschart in der 4.
Runde von der Spitze. Auch Biagio Mancina konnte sich im Laufe des Rennens
an Nino Betschart vorbei manöverieren. Vierter wurde Carlo Schütz vor
Christian Sulser und Jörg Schumacher Kategorie Junior Sébastien Buemi, der Schnellste des Zeitfahrens und diese
Saison auch im CRG-Team startetend, gewann den 1. Vorlauf souverän vor Maic
Schnüriger und Adrian Gugger. Vierter wurde Marco Blaser vor Oliver Widmer,
der für seine erst zweite Saison schon recht abgebrüht fuhr. Dahinter kam es
zu einem interessanten Schlagabtausch zwischen Daniel Weber und Roberto
Galeazzi. Letzterer musste sich gegen Ende des Rennens geschlagen geben und
wurde noch von Sandro Mazzola und Luigi Stanco auf den neunten Schlussrang
verwiesen. Im 2. Vorlauf fuhr Sébastien Buemi wieder auf und davon.
Dahinter konnte sich Maic Schnüriger erfolgreich gegen Marco Blaser
behaupten. Adrian Gugger und Oliver Widmer lieferten sich ein tolles Duell
und am Schluss siegte die grössere Routine von Adrian Gugger. Etwas
abgeschlagen wurde Luigi Stanco Sechster vor Michaela Caviezel und Sandro
Mazzola. Fabio Leimer, der Schweizermeister 2001 der Kategorie Super Mini,
erreichte den guten achten Platz, nachdem er im 1. Vorlauf gar nicht starten
konnte. Auch der Final wurde wieder ganz klar von Sébastien Buemi
beherrscht. Zweiter wurde wieder Maic Schnüriger vor Adrian Gugger. Hinter
dem Verfolgerduo plazierte sich Daniel Weber vor Sandro Mazzola und Marco
Blaser. Schlussbemerkung Alles in Allem erlebten die anwesenden 98 Pilotinnen und
Piloten einen gelungenen Auftakt in die neue Saison. Das Wetter war toll,
die Organisation hervorragend, abgesehen von ein paar Wirren gleich
anschliessend an die Finalläufe bei der Preisverteilung und der Ehrenrunde
im „Papamobil“. Am Samstag, den 20. April 2002 startet der Dream Kart Cup
2002 zu seinem ersten Renntag in Wohlen. Bis dahin Euer André Denzler, 2.4.2002
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