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SRV. - Glücksfall für den Schweizerischen Ruderverband (SRV): Lukas Rieder (45) übernimmt auf 1. Februar 2003 die Funktion als Technischer Direktor des SRV. Der Basler Rieder tritt damit die Nachfolge von René Fischer an. Fischer, im Rahmen der Professionalisierung der SRV-Leitung vor 22 Monaten als erster vollamtlicher Technischer Direktor vorgestellt, kehrt auf Anfang kommenden Jahres als Instruktionsoffizier zu seinem früheren Arbeitgeber, dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), zurück. Lukas Rieder garantiert einen reibungslosen Übergang, blickt er doch auf eine mehrjährige, intensive Zusammenarbeit - allerdings in Milizfunktion - mit dem SRV zurück. Von 1991 bis Ende 2000 hatte Rieder verschiedenste Verbandspositionen inne, unter anderem in der bedeutenden Funktion als Chef Leistungssport (1996-2000). In Rieders Zeit als SRV-Verantwortlicher für den Spitzensport fielen nicht nur mehrere Medaillenerfolge an Weltmeisterschaften, sondern auch die Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta und die Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney; er war als Delegationsleiter verantwortlich für die erfolgreiche Australien-Expedition. Sportlich stand Rieder ab 1981 als Trainer für den Basler RC im Einsatz. Gleichzeitig verfügt der neue Technische Direktor des SRV aber auch über einen breiten, in seiner neuen Funktion wichtigen beruflichen Background, dies mit Ausrichtung Personalführung/Human Resources. Seine bisherigen Stationen führten ihn nach Studien der Betriebswirtschaft an der Universität Basel (MBA) und Weiterbildungen von einem Basler Pharmakonzern (in verschiedenen Funktionen zwischen 1985 bis 1998) über die Kantonalen Verwaltung Basel-Stadt (1998-2000) zum Schweizer Sitz eines der weltgrössten Wirtschaftsprüfungsunternehmen. In dessen Niederlassung in Zürich leitet Rieder aktuell als Direktor das Personalwesen.
Übernehmen wird er seine neue Funktion am 1. Februar 2003. Rieder wird seinen Wohnsitz in die Zentralschweiz verlegen, um auch räumlich die Nähe zur SRV-Geschäftsstelle und zum Leistungssportzentrum in Sarnen zu dokumentieren.
Furrer glücklich über die Lösung
SRV-Verbandspräsident Marc Furrer schätzt sich glücklich, mit Rieder einen beruflich kompetenten und rudersportlich erfahrenen Fachmann mit der operativen Führung des SRV betrauen zu können: «Damit ist garantiert, dass der SRV auch in Zukunft professionell geführt wird, was massgebend ist für sportliche Erfolge.» Rieder werde alles daran setzen, dass im kommenden Jahr die fünf Quotenplätze für die Olympischen Sommerspiele 2004 geholt werden können.
Vorgestellt wurde Rieder an der diesjährigen SRV-Delegiertenversammlung in Erlenbach. Die üblichen statutarischen Geschäfte passierten die DV ohne Opposition. Neu aufgenommen in den SRV wurde das Regattateam Richti/Wädi als Zusammenschluss der Wettkampfabteilungen des Seeclubs Richterswil und des Seeclubs Wädenswil. Aktuell gehören dem SRV in über 70 Klubs 8135 Mitglieder an (Vorjahr 7839). Vorstandswahlen standen keine an. Hingegen wurde bekannt, dass Jacques Beck (SC Rorschach) neu die bisher vakante Stelle als Chef Regattawesen übernimmt. Einen Wechsel gab es im Ressort Leistungssport im Bereich Medical-Team: Dieses wird neu von Dr. Kerstin Warnke (Zürich) geleitet, die Dr. Daniel Loustalot (Locarno) ablöst. Neuer Präsident des SRV-Verbandsgerichtes wird Hansjürg Stutzer (SC Zürich); er löst Rolf Küng (SC Biel) ab.
Genehmigt wurden die Jahresrechnungen. 2001 (ganzes Jahr) schloss bei einem Umsatz von 1,553 Mio Fr. mit einem Überschuss von 13167 Fr. ab; jene des Kurzjahres 2002 (1. Januar bis 30. September 2002) bei einem Umsatz von 1,272 Mio Fr. mit einem Überschuss von 38459 Fr. Inskünftig dauert das SRV-Geschäftsjahr vom 1.10. bis zum 30.9; damit erhalten die Delegierten jeweils an der ordentlichen November-Versammlung einen top-aktuellen Jahresabschluss zur Genehmigung vorgelegt. Professionalisiert wurde die Buchprüfung; das Kontrollstellenmandat wurde dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG übergeben. Das Budget 2003 rechnet mit Gesamtausgaben von 1,492 Mio Fr.
Vague Longue: 2003 ein erneuter Versuch
Am Rande der DV wurde bekannt, dass am 20. September 2003 erneut zu einer Langstreckenregatta Neuenburg - Biel eingeladen wird. Diese Fahrt über rund 30 km hätte in diesem Jahr im Rahmen der Expo.02 ihre Premiere feiern sollen; leider fiel die Veranstaltung mit über 600 Ruderern und Ruderinnen dem schlechten Wetter (starke Winde) zum Opfer. Organisiert wird die Zweitauflage der Langstreckenfahrt von der Société Nautique Etoile Bienne, dem Seeklub Biel und der Société Nautique de Neuchâtel, unterstützt vom SRV. Neues Ehrenmitglied des SRV wurde Jörg Bossart, Zürich; Bossart wurde vom SRV geehrt für seine immense Arbeit für den schweizerischen Rudersport, dies für seine Tätigkeit als Verbandspräsident (1979 - 1984) und insbesondere auch als Präsident des Stiftungsrates Haus des Schweizerischen Rudersportes, Sarnen. In der Funktion als oberster Schirmherr über das Zentrum in der Innerschweiz wurde Bossart nach jahrelanger Auf- und Ausbauarbeit abgelöst durch Daniel Homberger, Schaffhausen, den früheren Schweizer Spitzenruderer und ehemaligen Chef Leistungssport beim SRV.
SCHWEIZERISCHER RUDERVERBAND
Ressort Kommunikation SRV
Markus Köchli |