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rudern
Doppelzweier Aerni/Gier muss verzichten


SRV. – Harter Schlag für die Olympiapläne des Schweizerischen Ruderverbandes: Vier Tage vor Beginn der von 120 Booten aus 41 Ländern bestrittenen Olympia-Qualifikationsregatta auf dem Rotsee bei Luzern musste der leichte Männer-Doppelzweier Silvan Aerni/Markus Gier Forfait erklären. Der Thuner Aerni ist an einer viralen Infektion erkrankt; die Erkrankung hatte sich schon an der Weltcup-Regatta vor anderthalb Wochen in München bemerkbar gemacht. Aerni (23) musste nach dem Vorlauf wegen Übelkeit aufgeben und konnte den Hoffnungslauf nicht mehr bestreiten. Obwohl sich Aerni sofort in ärztliche Aufsicht begab, klangen die Symptome, unter anderem eine grosse Müdigkeit, in den letzten zehn Tagen nicht ab.

 

Hart ist der Verzicht Aernis für Markus Gier (34). Der Leichtgewichts-Olympiasieger von Atlanta 1996 (zusammen mit Bruder Michael) und mehrfache WM-Medaillengewinner und Schweizer Meister war nach einer internen Umbesetzung des Olympiaprojektes wieder ins Boot gekommen und peilte seine dritten Olympischen Sommerspiele an.

 

Eine erneute Umbesetzung des Leichtgewichts-Doppelzweiers so knapp vor der Quali-Regatta war nicht mehr möglich, zumal die Aufgabe so oder so schwierig zu lösen ist. Nur gerade noch vier Boote können sich ab Sonntag in Luzern das Athen-Ticket holen; eingeschrieben haben sich bei den Männern, ohne die Schweizer, 12 Boote.

 

Damit wird der SRV an der Olympia-Qualifikationsveranstaltung in Luzern von Sonntag bis Dienstag allein mit dem Leichtgewichts-Frauen-Doppelzweier Pamela Weisshaupt/Lea Fluri vertreten sein. Die beiden Schweizerinnen tragen am Sonntag ihren Vorlauf aus. Eingeschrieben sind 11 Boote, zwei von ihnen werden an den Sommerspielen in Athen teilnehmen können.

 

Im Gegensatz zu Silvan Aerni erholte sich André Vonarburg von seiner ebenfalls in München aufgetretenen Grippe. Der Sempacher ist wieder voll im Training und freut sich auf die Internationale Ruderregatta vom übernächsten Wochenende in Luzern.

 

 

Rudern: Ruderwelt Luzern 2004 mit Qualität statt Quantität

 

SRV. – Erwartungsgemäss steht im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele die Ausgabe 2004 der Ruderwelt Luzern im Zeichen der Qualität und – für einmal – nicht der Quantität. 740 Ruderer und Ruderinnen (normal sind 1000) aus 45 Nationen mit 286 Booten haben sich für den Weltcup-Final auf dem Rotsee vom 18. bis 20. Juni eingeschrieben. Die Olympia-Hauptprobe benutzen 13 der 14 Weltmeister von Mailand zu einem letzten internationalen Test vor Athen, zudem sind zehn Olympiasieger von Sydney gemeldet.

 

An der Spitze des Schweizer Aufgebotes stehen der Männer-Einer (25 Meldungen) mit André Vonarburg, der Männer-Doppelvierer Gremaud/Stofer/Stofer/Stürm (13 Meldungen) und der Frauen-Einer mit Carolina Lüthi (17 Meldungen). Diese drei Boote haben die Qualifikationshürden für Athen bereits übersprungen. Für den SRV werden zudem Reto Niedermann im offenen Männer-Skiff (Niedermann ist Ersatzmann für den Doppelvierer), Stefan Steiner im Männer-Leichtgewichts-Skiff, Nora Fiechter im Frauen-Leichtgewichts-Einer und der leichte Männer-Zweier ohne Hafner/Hanselmann auf dem Rotsee an den Start gehen.  Offen ist, ob zusätzlich ein Schweizer Leichtgewichts-Achter nachgemeldet wird.


 
SCHWEIZERISCHER RUDERVERBAND

Ressort Kommunikation SRV
Markus Köchli

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